Über Mediation

Mediation ist ein außergerichtliches Streitlösungsverfahren, in dem die Konfliktpartner selbstbestimmt verbindliche Lösungen finden. Hierbei werden sie von einem neutralen, fundiert ausgebildeten Mittler, dem Mediator, unterstützt.

 

Ist mein Konflikt für eine Mediation geeignet?

Dies ist dann der Fall,

  • wenn Sie die Kontrolle über das Ergebnis nicht abgeben wollen,
  • wenn Vertraulichkeit geboten ist,
  • wenn Sie Kosten sparen wollen,
  • wenn Sie nicht auf Ihr Recht pochen,
  • wenn alle Konfliktpartner verhandlungsbereit sind,
  • wenn Sie ein schnelles Verfahren suchen,
  • wenn eine bestehende (Geschäfts-)Beziehung fortgeführt werden soll...

 

In welchen Fällen ist eine Mediation sinnvoll?

Konflikte gibt es zwischen Nachbarn, Ehe-, Geschäfts- oder anderen Partnern, in Familien und Lebensgemeinschaften, am Arbeitsplatz, zwischen Unternehmen und Gesellschaftern, im Handel, bei Ämtern und im Straßenverkehr, zwischen Mietern und Vermietern, in Schulen, kurz, überall dort, wo Menschen zusammenkommen. Streit basiert häufig auf unterschiedlichen Wahrnehmungen, Missverständnissen oder - oft nur vermeintlich - verschiedenen Interessen. Vielfach wissen die Betroffenen nicht, wie sie ihren Konflikt lösen können. Es bleibt dann scheinbar nur der Gerichtsstreit,  womit die Kontrahenten die Kontrolle über das Verfahren und dessen Ausgang weitgehend aus der Hand geben. Das ist zeitaufwändig, teuer und nervenaufreibend. Häufig ist eine Mediation das geeignetere Mittel der Wahl.

 

Was passiert bei einer Mediation?

Die Mediation ist ein klar strukturiertes Verfahren. Ziel der Mediation ist es, für alle Beteiligten vorteilhafte Lösungen zu finden. Das heißt, Konflikte werden gemeinsam bearbeitet, wobei die Konfliktparteien für die Inhalte und das Ergebnis der Mediation verantwortlich sind und der Mediator für den Prozess, den ordnungsgemäßen Ablauf der Mediation.

 

In der Regel bedarf eine Mediation einige Sitzungen, in denen folgende sechs Phasen (manche Mediatoren arbeiten auch mit fünf Phasen) duchlaufen werden.

 

1) In der ersten Phase erklärt der Mediator die Grundsätze des Verfahrens und des Umgangs miteinander, bespricht die Kosten und schliesst mit den Medianten eine Mediationsvereinbarung.


2) In der zweiten Phase der Mediation werden die Konfliktfelder bestimmt. Was soll geklärt werden?


3) In der dritte Phase der Mediation werden die Positionen und die Konfliktfelder der Medianten bearbeitet.

 

4) Die vierte Phase dient der Klärung von Interessen und Bedürfnissen, die den jeweiligen Positionen der Parteien zugrunde liegen.


5) In der fünften Phase der Mediation entwickeln die Parteien konsensfähige Lösungsmöglichkeiten.

 

6) In der sechsten Phase wird das von den Parteien gefundene Ergebnis vertraglich vereinbart und gegebenenfalls von Rechtsanwälten geprüft und/oder notariell beurkundet.

 

Bei Bedarf wird mit dem Mediator ein Folgetermin vereinbart, um die Umsetzung des Vertrages zu überprüfen.

 

Wann eignet sich ein Streit nicht für eine Mediation?

Eine Mediation macht keinen Sinn,

  • wenn eine Rechtssicherheit für viele Fälle geschaffen werden soll,
  • wenn zu große Machtunterschiede zwischen den Kontrahenten herrschen,
  • wenn es um Glaubensfragen geht,
  • wenn nicht alle Beteiligten die Konfliktvermittlung wünschen,
  • wenn die Konfliktpartner an Entscheidungen gebunden sind und keinen Ermessenspielraum haben, beispielsweise bei Behörden.

Haben Sie weitere Fragen? Dann rufen Sie am besten unsere Vereins-Mitglieder an oder melden Sie sich einfach hier.